Dreiländergiro in Nauders
27.06.2011 15:45 von Markus Utz
Am 26.06.2011 war der RV Bamlach mit Frank Schamberger und Markus Utz am Dreiländer-Rad-Giro in Nauders (Österreich) vertreten. Beim Dreiländergiro hat man die Wahl zwischen einer 134 km und einer 168 km langen Strecke. Die beiden Bamlacher haben sich für die lange Variante übers Stilfserjoch und den Ofenpass entschieden. Diese Strecke wird vom Veranstalter als „sehr anspruchsvoll“ bezeichnet. Die Richtzeit dieser Strecke mit 3300 Höhenmetern liegt bei 8 Stunden. Diese 8 Stunden zu unterbieten war das erklärte Ziel der beiden Freunde.
Eine unglaubliche Kulisse bot sich uns am Start als die 3300 Teilnehmer um 6:30 Uhr die Strecken in Angriff nahmen.
In der ersten Stunde, bis ins italienische Prad, wurde ein 40er Schnitt gefahren. Doch dann ging es in die erste erwähnenswerte Steigung. Für Markus Utz sollte das Stilfserjoch der erste namhafte Alpenpass überhaupt werden. Das „Passo dello Stelvio“, wie das Stilfserjoch in Italien genannt wird, ist 2757 Meter hoch und gilt unter Radfahrern als die Königin aller Pässe. 1842 Höhenmeter galt es in 48 Kehren abzuarbeiten. Diese Kehren sind von 48 rückwärts nummeriert. Beim Schild 22 ist der Gipfel zu sehen. Von weitem wirkt die Wand fast senkrecht. Das Wetter war perfekt und den Teilnehmern bot sich ein imposantes Panorama. Auf der Passhöhe standen Zuschauer die den Fahrern applaudierten. Unser Schnitt ist mittlerweile auf unter 20 km/h gesunken.
Eine rasante Abfahrt nach St. Maria auf 1375 Metern folgte. Hier ist die Hälfte der Strecke absolviert und der Anstieg zum Ofenpass stand uns bevor. Noch mal hoch auf 2149 Meter. Oben angekommen meinte Frank: Wieso tun wir uns das eigentlich an? Noch 73 Kilomater und genügend Zeit um die 8 Stunden zu knacken, das sollte genug Motivation sein. Durchs schweizerische Engadin passierten wir die Orte Zernez, Susch, Ardez, Scoul und Martina. Bei zum Teil heftigem Gegenwind überholten wir hier schon zahlreiche Teilnehmer der „kleinen“ Strecke.
Wieder zurück in Österreich mussten wir noch über die Norbertshöhe. An diesem Anstieg mit 420 Höhenmetern entscheidet sich Jahr für Jahr das Rennen, welches schon zwei Stunden zuvor seinen Sieger gefunden hatte. Noch mal 11 durchnummerierte Kehren und Nauders war zu sehen. Nach 07:35:10 Std. platzierten sich Frank Schamberger und Markus Utz unter den Top 1000 (Plätze 956 und 957).
4 Stunden später, wir hatten schon den Swimming-Pool unseres Hotels besucht und ein paar Bier intus, kamen auch die letzten Fahrer ins Ziel.
Der Dreiländergiro ist eine top organisierte Veranstaltung mit tollem Rahmenprogramm. Wir kamen in den Genuss am Freitag ein Nachtrennen zu sehen und am Samstag durften wir die Finisher des „Race across the Alps“, dem härtesten Eintagesrennen der Welt, auf den letzten Metern anfeuern (540 KM und 13600 Höhenmeter).
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