Bamlach zieht junge Pedal-Talente an
11.08.2010 16:51 von Markus Utz
Bericht von Jutta Schütz (Badische Zeitung)
Viele junge Talente hat der Radfahrverein Bamlach derzeit unter seinen Fittichen. Nicht erst dank Jungstar Laura Dittmann haben sich die Trainerqualitäten und Top-Bedingungen im RV bei Nachwuchsradsportlern herumgesprochen.
"Toll, dass so viele junge Leute trotz der Dopingskandale Radsport wieder gut finden", sagt der Vorsitzende Gerhard Hugenschmidt. Die jungen Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer beim RV Bamlach sind Laura Dittmann und Katja Breitenfellner, Jan Schwarz, Raphael Hugenschmidt, Jan Rügert, Lukas Hagin, Frank Breitenfellner und Daniel Schmidhauser.
Einige von ihnen sind schon lange dabei, wie die Erfolgsfahrerin Laura Dittmann. Andere haben vor nicht allzu langer Zeit begonnen. Katja Breitenfellner etwa hat auf Anhieb den zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft erreicht und ist nun auch beim Baden-Pokal dabei.
Nach ihrem Aufstieg gilt für Laura Dittmann nun "Lernen und Überleben"
Alle Fahrer und Fahrerinnen versuchen, neben Schule und Ausbildung viele Rennen im Jahr zu fahren und sich weiter zu entwickeln. Raphael Hugenschmidt zum Beispiel sieht seine Stärken auf der flachen Strecke; "am Berg bin ich noch nicht so gut", gibt er zu. Er hatte im vergangenen Winter Knieprobleme und konnte erst zum Sommer hin richtig einsteigen. Auch er nimmt an möglichst vielen lokalen Rennen teil, um weiter zu üben. Laura Dittmann dagegen ging 2010 schon mehrmals international an den Start. "Da ich zu den Damen aufgestiegen bin, ist da nun Lernen und Überleben angesagt", stellt sie fest. Dass sie nicht gleich auf den ersten Plätzen landet, sieht sie sportlich. Ihre Stärken liegen insbesondere beim Bergfahren. Ein Erlebnis war die Flandern-Rundfahrt auf dem berüchtigten Kopfsteinpflaster, "natürlich bei Wind und Regen", erzählt Dittmann.
Jan Schwarz, der in Lütschenbach wohnt, hat die Trainingsstrecke sozusagen vor der Haustür. Er wurde Dritter beim Rennen in Rheinfelden, bei dem die lokale Konkurrenz genauso startet wie internationale Fahrer. Auch in Italien fuhr er ein Rennen über 130 Kilometer mit.
Bundesligarennen sind sein Ziel und auf lange Sicht dann die Nationalmannschaft, sagt er. Daniel Schmidhauser ist ein Sonderfall. Er hat erst spät zum Radsport gefunden – "immerhin bin ich Jahrgang 1984", sagt er. Nichtsdestotrotz ist er ehrgeizig. Zudem macht ihm die Sache, wie er sagt, einen "Riesenspaß". "Ich bin jedes Wochenende bei Todtnau in den Bergen unterwegs", berichtet er. Nach einem Rennen bei Breisach ist er in einer Kehre gestürzt und brach sich das Schlüsselbein. "Das war es dann erst mal für sechs Wochen." Schmidhauser sieht sich als Sprinter. Das grüne Trikot wäre ein Traum für ihn.
Frank Breitenfellner ist dagegen ein Wiedereinsteiger. Drei Jahre hat er wegen einer Verletzung pausiert. "Jetzt fange ich wieder an und schaue, ob etwas für mich drin ist", sagt er.
Bericht und Bild: Jutta Schütz

